… diesen Entschluss haben sich die Ärztinnen Dr. Andrea Bauer und Dr. Gabriele Bitsche des Landeskrankenhauses Bludenz gefasst ... doch der Entscheidung voraus gegangen war nicht das Durchforsten unzähliger Urlaubsprospekte und Reisebroschüren … oder die Wahl des geeigneten Hotels, ob Zimmer mit Meeresblick oder klimatisierte Räume … all das hatte keine Priorität für sie … nein, ihr Ziel war das Krankenhaus in Ngaoubela in Kamerun. Sie haben sich entschlossen, sich zwei Monate in den Dienst der Dritten Welt zu stellen um sich in selbstloser Weise diesen Menschen zu widmen. |
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Großspende durch die Firma I.T.S., Lassnitzhöhe |
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Wir bedanken uns recht herzlich bei Firma

vertreten durch
Herrn Dr. Andreas Freund
für die am 17.08.2010 überreichte, außerordentlich großzügige Warenspende in Form von hochwertigen Gerätschaften für die Unfallchirurgie mit einem Gesamtwert in Höhe von
€ 75.000,00.
Vorbei ist nun jene Zeit, in der Frau Dr. Elisabeth Neier zwischendurch mal zielgerichtet den Weg nach der Tischlereiwerkstätte gesucht hat, um in ihrer Verlegenheit nach verschiedenen Behelfsmitteln oder vor allem nach der dort stationierten Bohrmaschine Ausschau zu halten.
Gerade bei unfallbedingten knochenchirurgischen Eingriffen, oft auch für das Spital ein unentbehrlicher Notbehelf. Improvisieren gehört eben in Afrika beinahe zum Alltag.
Nun aber steht ihr ein umfangreiches medizinisch technisches Instrumentarium zur Verfügung. |
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Ein Nichtmediziner kann sich wohl mit der Diagnose „Blasenextrophie“ fürs Erste nicht viel darunter vorstellen. Denn im Gegensatz zu unseren Breitengraden, wo diese körperliche Fehlbildung sehr selten ist, kann diese in den afrikanischen Staaten, so auch in Kamerun, eher anzutreffen sein.
Unter Blasenextrophie versteht man einen angeborenen Defekt der vorderen Blasenwand und Bauchwand, der sich unterhalb des Nabels manifestiert und bei dem die Blasenrückwand frei liegt und häufig mit Fehlbildungen des Geschlechts verbunden ist. |
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Arbeitseinsätze - November 2009 |
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Es war wohl die Ungewissheit über das, was sie dieses Mal wieder in Afrika erwarten wird, was ein leichtes Unbehagen unter der 3-köpfigen Crew auslöste, die sich am 30. Oktober 2009 am Flughafen in Mulhouse einfand. Aber mit gegenseitigen humorvollen Einlagen wurde dies verdrängt  und alle waren optimistisch und voller Tatendrang, ihre gesetzten Ziele in dem bevorstehenden einmonatigen Arbeitsbesuch umzusetzen.
Es handelte sich um die Techniker Hannes Marte und Andreas Guger in Begleitung vom Chirurgen Dr. med. Gerhard Müller, welche zum wiederholten Male ihren ehrenamtlichen Einsatz angetreten haben. Rudolf Heimböck, unser Tischler, befand sich bereits vor Ort um gewisse vorbereitende Arbeiten zu leisten.
Die Flugreise von Mulhouse über Paris nach Duala gestaltete sich unproblematisch. Die spätherbstliche Kälte in Europa wurde durch das tropische Klima in Afrika abgelöst. Nicht nur durch diese äußeren Einflüsse, sondern auch durch das turbulente Treiben auf den Straßen Afrikas wurde ihnen schnell bewusst, dass sie sich nun in einem anderen Kontinent befanden. |
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Leben in Kamerun - Impressionen |
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Geschrieben von: Dr. med. Margit Breuss
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... das ist die Strasse nach Ngaoubela …
… man soll da lieber drüber fliegen als durchfahren, steht im Reiseführer. Weil es da nicht viel mehr gebe als ein paar Nomaden und die Pisten holprig und schwierig zu befahren seien. Gemeint ist das Adamaoua-Plateau im Norden Kameruns. Niemandsland.Hier liegt Ngaoubela, ein kleines Dorf mit einer Moschee, einer Kirche, einem Markt, einer Bar, einem Fußballplatz, einem winzigen Geschäft und einem gar nicht winzigen Spital.
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Dr. med. Elisabeth Neier / Ärztin in Kamerun |
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Dr. Elisabeth Neier, geboren am 08.03.1953 in Dornbirn / Vorarlberg, hat ihre erste berufliche Laufbahn als Volksschullehrerin begonnen. Doch nur kurz hat  sie diese Tätigkeit ausgeübt, denn bald schon wurden die Weichenstellungen ihres Lebens in neue Bahnen gelenkt.
Mit 22 Jahren begann sie in Innsbruck das Medizinstudium und promovierte am 19.06.1982 zum Dr. med. univ.. Die anschließende Turnusausbildung zur Ärztin der Allgemeinmedizin absolvierte sie in den Jahren 1982 bis 1988 im Landeskrankenhaus in Feldkirch, Rankweil und in der Mehrerau. Ihr „Jus pracitcandi“ wurde ihr am 11.04.1988 verliehen. Eine tropenmedizinische Ausbildung am Tropeninstitut in Basel festigte in ihr den Entschluss für einen Einsatz in der Dritten Welt. |
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