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Dr. med. Elisabeth Neier / Ärztin in Kamerun PDF Drucken E-Mail
Dr. Elisabeth Neier, geboren am 08.03.1953 in Dornbirn / Vorarlberg, hat ihre erste berufliche Laufbahn als Volksschullehrerin begonnen. Doch nur kurz hat Dr. med. Elisabeth Neiersie diese Tätigkeit ausgeübt, denn bald schon wurden die Weichenstellungen ihres Lebens in neue Bahnen gelenkt.
 
Mit 22 Jahren begann sie in Innsbruck das Medizinstudium und promovierte am 19.06.1982 zum Dr. med. univ.. Die anschließende Turnusausbildung zur Ärztin der Allgemeinmedizin absolvierte sie in den Jahren 1982 bis 1988 im Landeskrankenhaus in Feldkirch, Rankweil und in der Mehrerau. Ihr „Jus pracitcandi“ wurde ihr am 11.04.1988 verliehen. Eine tropenmedizinische Ausbildung am Tropeninstitut in Basel festigte in ihr den Entschluss für einen Einsatz in der Dritten Welt. 

Über die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" leitete Dr. Neier für ein Jahr in Zusammenarbeit mit den Médecins sans Frontiéres aus der Schweiz ein Flüchtlingslager in Nordkamerun, um in Poli-Faro Flüchtlinge, die aus dem Tschad vertrieben wurden, medizinisch zu versorgen.
Danach kehrte sie für drei Monate nach Vorarlberg zurück, um sich chirurgisch weiterzubilden. Ende 1989 brach sie erneut nach Kamerun auf. Längst hatte sie die Not und Armut in dieser Gegend erkannt und die Notwendigkeit, hier in dieser Gegend ihren weiteren medizinischen Dienst zu verrichten.
 
Es war Ende Oktober 1989, als sie als Ärztin für Allgemeinmedizin in Ngaoubela nahe Tibati in Zentralkamerun in dem dort vorhandenen Krankenhaus tätig wurde. Ein Krankenhaus mit bescheidenster Ausstattung, einheimischem Pflegepersonal und unzureichender Wasser- und Stromversorgung erwartete sie. Hier ist sie nun schon fast 20 Jahre tätig.
 
Ihr täglicher Arbeitseinsatz dauert von 8:00 bis ca. 15:30 Uhr und wird nach einer kurzen Dr. med. Elisabeth Neier bei der VisiteMittagspause um ca. 17:00 Uhr bis oft nach Mitternacht fortgesetzt. Eher selten gelingt es ihr, sich den Sonntag gänzlich zur Erholung frei zu halten.
Kamerunische Ärzte stehen ihr nur zeitweise zur Verfügung, hin und wieder für ein oder zwei Jahre. Doch dann werden sie wieder abgezogen und gelangen in anderen Gebieten zum Einsatz. Ein Buschkrankenhaus bietet einem jungen aufstrebenden Arzt eben nicht die besten Rahmenbedingungen.

Die vorherrschenden Krankheitsbilder sind sehr vielfältig und vor allem oft sehr fortgeschritten, denn vielfach versucht der Patient zuerst eine Heilung durch den Medizinmann im Dorf zu erlangen. Erst wenn dies versagt, wählt man den Weg ins Krankenhaus, da dies ja auch mit hohen Kosten verbunden ist.
Dr. Elisabeth Neier obliegt es, in allen medizinischen Belangen der zuständige Ansprechpartner zu sein, Operationen verschiedenster Art durchzuführen, sowie Therapien zu verordnen. Und hier gilt es oft, improvisieren zu müssen, denn es fehlt an den medizinischen Geräten und auch Medikamente sind oft in unzureichendem Ausmaß vorhanden.
Durch ihren jahrzehntelangen Einsatz in Kamerun verfügt Dr. Neier über eine große Erfahrung und einen guten Gesamtüberblick. Dadurch bestärkt, gelingt es ihr auch in schwierigen Situationen die für dortige Verhältnisse optimalen Entscheidungen zu treffen.
 
Kraft und Energien, diesen Einsatz auf Dauer durchzuhalten, schöpft sie wohl aus der Dankbarkeit der Patienten, die in diesem Land in vielen Krankheitsfällen wohl sonst keine Überlebenschancen hätten.
 
Der im Jahre 2003 gegründete Verein „Entwicklungspartnerschaft für Kamerun“ hat sich zum Ziel gesetzt, auf partnerschaftlicher Ebene im medizinischen und handwerklichen Bereich wirksame und nachhaltige Hilfestellung anzubieten.

Selbst wenn sich Frau Dr. Neier in weiter Ferne befindet so gibt es zahlreiche Freunde, Kollegen / -innen aus dem Ärztekreis und Gönner verschiedenster Art, die in steter Verbundenheit zu ihr stehen.
 
Auch von den Medien wird ihr verstärkt Augenmerk geschenkt. Verleihung des "Toni-Russ-Preises"So ist die Wahl der „VN“ (Vorarlberger Nachrichten), in der Verleihung des alljährlichen „Toni-Russ-Preises“ im Jahre 2001 auf sie gefallen, um ihr Wirken in Kamerun entsprechend würdigen zu können.
Prof. Heinz Nussbaumer hat in seiner Laudatio die Diskrepanz der Dritten-Welt-Länder zu den europäischen Gegebenheiten eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht und der Preisträgerin seine Anerkennung zu ihrem humanitären Einsatz in Afrika ausgesprochen.
 
Seitens des Landes Vorarlberg wurde ihr in der Verleihung des „silbernen Ehrenzeichens“ im Jahre 2007 eine sehr große Anerkennung zuteil. Überreichung des silbernen Ehrenzeichens des Landes VorarlbergDer Landeshauptmann überreichte ihr am 31.08.2007 diese hohe Auszeichnung ua. mit den Worten: „Mit dem Silbernen Ehrenzeichen will das Land Vorarlberg das beeindruckende Wirken einer Frau, die ihr Leben in den Dienst der Ärmsten der Welt stellt, würdigen. Durch ihren Einsatz sei es Elisabeth Neier gelungen, ein einfaches, für afrikanische Verhältnisse aber ansehnliches Spital einzurichten. ihre bewundernswerte Entscheidung, nach Kamerun zu gehen, zeuge von Nächstenliebe, ehrlicher Anteilnahme und großem Einsatz und Hingabe“.
 
Eine besondere Freude hat Dr. Neier durch die Verleihung des höchsten Verdienstordens der Republik Kamerun im Jahre 2003 erfahren.
 


Entwicklungspartnerschaft für Kamerun, 6700 Bludenz - Gartenstraße 10 
Tel. / Fax: +43 (5552) 62118 - E-Mail an Verein:
Spendenkonto: Vorarlberger Hypothekenbank - IBAN: AT33 5800 0123 5853 5117  BIC: HYPVAT2B